Die Venus vor der Sonne

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Eine Initiative des VATICAN-Magazins zur Stärkung des Heiligen Vaters

 

Juliana von Lüttichs berühmte Vision, die ihr als Anregung zur Einführung des Fronleichnam-Festes diente, glich exakt dem kosmischen Ereignis, mit dem sich in diesem Jahr am Mittwoch vor Fronleichnam die Venus als kleiner Fleck vor der Sonne vorbei schob.

 

Einen Fleck auf dem Mond begriff Juliana damals als Makel im Festkreis der Kirche, dem nach ihrem Verständnis noch ein Fest zur Verehrung der Allerheiligsten Eucharistie fehlte.

 

Das VATICAN-Magazin möchte deshalb heute zu einer Initiative ähnlicher und dennoch ganz eigener Art aufrufen.

 

Lange Zeit galt der Kirche – und besonders auch der Kirche des Ostens - die wahre Ikone vom menschlichen Angesicht Gottes als Pallium in ihren vielen Kämpfen und vielleicht kommt es ja auch im bevorstehenden Jahr des Glaubens wieder dazu.

Aber auch jetzt schon sind die Kämpfe ja immer noch ständig da, denen sich die Kirche Tag und Nacht ausgesetzt sieht.

 

Und auch heute fehlt wieder etwas wie in den Tagen Julianas, während der Kirche selbst die geordneten Reihen und oft auch eine überzeugende Strategie in diesem Ringen abhanden gekommen scheinen.

 

Deshalb möchten wir heute dazu aufrufen, ab sofort nicht mehr nur für den Papst zu beten, sondern mit ihm zu beten.

 

Jeden Abend Punkt 18.45 Uhr beginnt er im Sommer mit seinem Sekretär Georg Gänswein das Gebet des Rosenkranzes in den Vatikanischen Gärten.

 

Aufrufen möchten wir deshalb, die beiden ab sofort zur gleichen Zeit in allen deutschsprachigen Ländern in diesem Gebet zu begleiten. Es ist eine Zeit, in der für die allermeisten Menschen die Arbeit des Tages getan ist.

 

Diese Begleitung kann allein sein, das kann in der Familie sein, das kann in Gruppen sein oder in Orden und Kongregationen, oder in neuen Verbindungen über die sozialen Netzwerke.

 

Sie kann überall geschehen – zu Hause, in der Kirche, auf der Straße, im Auto, in Gärten - und überall frei. Ohne Kontrolle, ohne zentrale Lenkung, ohne Organisation, ohne Porto, ohne Mitgliederbeitrag, auf die allereinfachste Weise der Welt: Mit einem Kreuzzeichen um 18.45 Uhr und dem anschließenden Gebet des Rosenkranzes mit dem Heiligen Vater.

 

Wer sich die Bilder ansieht, wie er am 19. April 2005 auf der Loggia von Sankt Peter als Benedikt XVI. vor die Welt trat, und diese Bilder mit denen vergleicht, wie er uns heute ansieht, weiß, welche Lasten ihn seitdem bedrückt haben und weiter bedrücken. Dazu braucht keiner die neuesten Nachrichten zu lesen.

 

Diese Initiative soll deshalb helfen, diese Lasten ein wenig gemeinsam mit ihm im Gebet und vor die Gottesmutter zu tragen, bis zum letzten Tag seines Pontifikats.

 

Und vielleicht ergibt sich daraus ja auch eine Initiative, die von Deutschland aus endlich einmal wieder segensreich auf die ganze internationale Weltkirche überspringt, wie in den Tagen Juliana von Lüttichs: jeden Abend, um 18.45 Uhr.

 

Die Herausgeber und die Chefredaktion des VATICAN-Magazins

in Rom, am 7. Juni 2012