VATICAN-magazin
Foto: dpa
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz vor Journalisten nach der Vorstellung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“.

Titel-Thema

Der deutsche Sonderweg

Nördlich der Alpen wird der Missbrauchsskandal dazu genutzt, um eine innerkirchliche Agenda zu betreiben, die alte Hüte als Heilmittel in einer Zeit der tiefen Kirchenkrise neu aufpolieren möchte

von Guido Horst

Seitdem die von den deutschen Bischöfen in Auftrag gegebene Missbrauchs-Studie das Bild der katholischen Kirche in Deutschland nochmals nachhaltig verbeult hat, überbieten sich die Oberhirten und Diözesanverantwortlichen mit Vorschlägen, wie man einen neuen Frühling in der Cattholica deutscher Zunge einläuten könnte. Wenn der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf Anfang Februar im Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals meinte: „Allen Bischöfen ist bewusst, dass wir als Kirche nicht so weitermachen können wie bisher“, dann trifft er die Stimmungslage, die im Episkopat vorherrscht. Und so vergeht kein Tag, an dem nicht irgendeiner der Herren eine Idee hat – so als gäbe es die Weltkirche nicht, in der nationale Sonderwege eigentlich unüblich sind. Limburgs Bischof Georg Bätzing denkt an einen Zölibat auf freiwilliger Basis, bei der Weihe homosexueller Priester prescht das Erzbistum Paderborn nach vorn, Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart bekennt sich schon seit längerer Zeit zum Frauendiakonat und Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück will die Segnung homosexueller Paare zumindest prüfen lassen. Der deutsche Episkopat präsentiert sich als vielstimmiger Chor, aber wo bleibt der rote Faden?


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