VATICAN-magazin

Der Essay

„Ein jeder Engel ist schrecklich“

An sämtlichen Kreuzungen der Menschheitsgeschichte stehen sie auf ihrem Posten. Wenn die Geschichte an einem Kreuzweg angelangt ist, greifen sie ein. So lehrt es die Heilige Schrift. Eine Betrachtung zum „Engelmonat“ September

von Bertram Karl Steiner

Wer, wenn ich schriee / hörte mich denn aus der Engel / Ordnungen? Und gesetzt selbst, es nähme / einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge vor seinem / stärkeren Dasein...“. So singt es Rainer Maria Rilke im Ohr, auf seiner Wanderung vom Schloss Duino, wo der bewunderte Dichter als Gast der Fürstin Thurn und Taxis-Hohenlohe weilt. Er schreitet über die Karstklippen, hoch über der Adria. Die Gastgeberin nennt ihn „Dottore Serafico“. Der Anfang seiner Elegien sei ihm von einem Engel diktiert worden, er habe sie in Trance geschrieben, wird er nicht müde werden zu beteuern. Und weiter: „Denn das Schöne ist nichts / als des Schrecklichen Anfang… Ein jeder Engel ist schrecklich…“


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