VATICAN-magazin

Literatur mit Geist und Seele

Gläubiger Zweifler

Unterwegs zwischen den Grenzen: Czesław Miłosz

von Stefan Meetschen

Johannes Paul II. mochte ihn, und er mochte den Papst aus Polen: Czesław Miłosz, geboren 1911 im heutigen Litauen als Spross einer adeligen Familie. Ein Mann von Welt, der sich sein Leben lang zwischen Glaube und Zweifel, Hoffnung und Melancholie, Distanz und Nähe bewegte. Nach dem Jurastudium in Vilnius arbeitete Miłosz beim Radio in Warschau und reüssierte mit ersten Untergrund-Gedichten. Die Schrecken des Krieges und der deutschen Besatzung erlebte der Mann mit den buschigen Augenbrauen live und in Farbe. Und mit empathischer Individualität. So heißt es in dem 1943 entstandenen Gedicht „Campo di Fiori“: „Ich dachte an Campo di Fiori / In Warschau an einem Abend / Im Frühling vor Karussellen / Bei Klängen munterer Weisen. / Der Schlager dämpfte die Salven / Hinter der Mauer des Ghettos / Und Paare flogen nach oben / Hinauf in den heiteren Himmel.“ (Übersetzung: Karl Dedecius, zit. nach „Polnische Literatur und Deutsch-Polnische Literaturbeziehungen“)


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