VATICAN-magazin

Nicht erst in unseren Tagen ist das Beichtgeheimnis im Visier der Strafverfolgungsbehörden. Schon immer war es den Mächtigen ein Dorn im Auge. Derzeit werden die Missbrauchsskandale genutzt, um göttliches gegen menschengemachtes Recht auszuspielen. Unser Autor betrachtet die Lage als Anwalt.

Das Geheimnis des Bösen ist Gottes guter Schöpfung wie ein Siegel eingebrannt. Das ist wirklich geheimnisvoll und heißt darum auch so seit langem: mysterium iniquitatis – und es ist das, was Bischof Wilmer von Hildesheim mit der DNA der Kirche verwechselt. Es bleibt dem Menschen aber auch vor diesem Geheimnis eigen, Taten und Zustände, die er als Unrecht empfindet, nicht dulden zu wollen. Vergeltung oder schnöde ausgedrückt Rache ist daher von jeher – wenn nicht seit Adam und Eva, so doch spätestens seit Kain und Abel – ein menschliches Bestreben, um den Eindruck zu erwecken, dass der Schleier dieses Mysteriums gelüftet werden könne. Auch deswegen hat unsere Zivilisation Staat und Gesetzgebung hervorgebracht.


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