VATICAN-magazin
Foto: dpa
Der Ablasshandel war eine im Spätmittelalter weit verbreitete Praxis. Auf dem von Hans Holbein um 1524 geschaffenen Holzschnitt sind Papst Clemens VII. und Ablasshändler zu sehen.

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Vom Missbrauch der Steuer des Kirchenvolkes

Beim Geld hört der Spaß auf: Man darf heute Dogmen in Frage stellen und ein unchristliches Leben führen. Aber nur der, der in Deutschland keine Kirchensteuer zahlt, der fliegt raus

von Bernhard Müller

Als kürzlich der Essener Oberhirte Franz-Josef Overbeck bei einer Podiumsdiskussion in Bonn mit dem Präsidenten des deutschen Fußballmeisters und Pokalsiegers Bayern München, Uli Hoeneß, die „Moralfrage“ im deutschen Profifußball diskutierte, stichelte er vorwurfsvoll gegen den Sportfunktionär: „Bei achtzig Millionen könnte ich als Christ und Bischof fragen: Ist das sittlich noch erlaubt?“. Schlagfertig entlarvte Hoeneß die bischöfliche Doppelmoral: „Sie können nur hoffen, dass er (der Spieler) in der katholischen Kirche ist. Bei etwa zehn Millionen Verdienst zahlt er vierhunderttausend Euro Kirchensteuer. Ich habe noch nie jemanden von der Kirche gehört, der dagegen gewettert hat.“


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